Das Prinzip der Schweizer Sozialversicherung

Das Schweizer Sozialversicherungs-System beruht auf dem 3 Säulen-Prinzip. Diese Bezeichnung symbolisiert die tragenden Säulen unserer sozialen Sicherheit von der Wiege bis zur Bahre. Auf dieser Website befassen wir uns vorwiegend mit dem erwerblichen Aspekt.

Die maslowsche Pyramide kennen wir von den sozialen Bedürfnissen her. Sie lässt sich auch in der Sozial-Versicherungen anwenden. In der nachstehenden Grafik sind die Sozial-Versicherungen textlich rot und die Privat-Versicherungen blaudargestellt. Die Pyramide veranschaulicht, dass das Fundament der Pyramide den grössten und tragenden Teil ausmacht. Je höher die Pyramide wird, umso kleiner ist der Anteil derjenigen, die in den Genuss davon kommen. Dies zeigt auch die Parallelen in der Realität. Immer weniger haben die Möglichkeit und Mittel sich für die Zukunft abzusichern oder immer weniger können sich diese leisten.




Warum kommt die maslowsche Pyramide der Realität näher als das 3. Säulen-Prinzip? Die 3 Säulen zeigen nur, dass sie gemeinsam etwas tragen. Im Fundament der maslowschen Pyramide, befindet sich die 1. Säule (AHV/IV/EL). Sie beansprucht auch den grössten Teil der Pyramide, da alle in der Schweiz wohnhaften Personen darin versichert sind. Der 2. Aufbau, "berufliche Vorsorge" (2. Säule = UVG/BVG/KTG) sind nur diejenigen vorbehalten, die einem Erwerb nachgehen. Und selbst in diesem Aufbau sind nicht alle Erwerbstätigen versichert. Der Versicherungsschutz ist an verschiedenste Voraussetzungen geknüpft ist. Letztlich kommt die freie, private Vorsorge (3 a/b und andere Versicherungen), welche sich auch immer weniger leisten können. Die sogenannte 3. Säule gehört eigentlich gar nicht dazu, soll aber die Möglichkeit geben, Lücken im Versicherungsschutz zu schliessen.

Welche Risiken werden und können überhaupt im Sozialversicherungs-System versichert werden? Dies sind:

1. Säule:    Invalidität, Tod und Alter
2. Säule:    Unfall, Invalidität, Tod und Alter
3. Säule:    frei wählbar: Unfall/Krankheit/Tod/Invalidität/Alter

Ein wichtiger Punkt, der oftmals beim Abschluss von Versicherungen vergessen wird ist das Risiko Krankheit. Von allen Leistungsfällen nimmt die Krankheit den grössten Teil als Ursache für Leistungen in Anspruch. Das Risiko, aufgrund von Krankheit einen Leistungsfall zu erleiden, ist  je nach Statistik 7-11 mal grösser, als durch Unfall. Darum ist bei der Analyse der eigenen Bedürfnisse und dem Ist-Zustand der eigenen Versicherung darauf zu achten.

Nachstehend möchte ich Ihnen nur aufgrund von zwei Grafiken grob den Unterschied zeigen. Zu beachten ist, dass einerseits die Krankentaggeld-Versicherung nicht zur Sozialversicherung gehört und auch nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Das Vorhandensein der Krankentaggeld-Versicherung wird hier nur angenommen, ebenso die Leistungen aus BVG sowie von einem aus Sicht des Versicherungsschutzes her idealen Fall ausgehend.

Ausgangslage des Versicherungsschutzes:

1. Lohn vor und bei Ereignis Fr. 100'000.00

2. IV: Ganze Rente  (Fr. 1'980.00 pro Monat) / KTG und UVG-Leistungen 80% (inkl. UVG-Rente)
3. BVG: volle Leistungen bei angenommenem Lohn von Fr. 110'000.00 nach dem Leistungseintritt und vorhandenem Sparkapital zuzüglich aufgerechnetem (unverzinsten) Kapital

Anmerkung: Die Grafiken berücksichtigen bereits die Koordinierung der Leistungen innerhalb der Sozialversicherung, auf welche in den einzelnen Kapiteln näher eingegangen wird. Nicht berücksichtigt sind allfällige Leistungen aus der 3. Säule.


Krankheit

 Unfall


Auffallend ist, dass die Leistungen bei Unfall ab dem 3. Jahr grösser sind, als bei Krankheit. Nun können Sie sich eher vorstellen, wie die Grafik aussähe, wenn der eine oder andere Versicherungsschutz nicht gegeben ist. Nicht vergessen darf, dass der Anspruch und die Höhe der Leistungen weder garantiert noch gegeben sind. Denn im Verlauf der Kapitel werden Sie sehen, dass verschiedenste Faktoren mitspielen. Ich verweise dazu auf die eingangs gezeigte maslowsche Pyramide.

Darum ist es wichtig bereits heute für die Zukunft vorzusorgen. Lassen Sie sich von Ihrem Versicherungsberater allfällige Lücken und Möglichkeiten aufzeigen. Wollen Sie sich später mal über sich selber ärgern?

Dies als Vorwort. Nun wünsche ich viel Spass und viele Erkenntnisse beim Surfen.


Ihr Spaso